Zahngesundheit

Zahnfleischentzündung (Gingivitis): erkennen und behandeln

Aktualisiert: Juli 2026 · 5 Min. Lesezeit

Kurz gesagt: Eine Zahnfleischentzündung entsteht durch Beläge am Zahnfleischrand und zeigt sich durch Rötung und Blutung. Gute Mundhygiene bildet sie meist zurück, unbehandelt kann sie in eine Parodontitis übergehen.

Blutendes Zahnfleisch beim Putzen ist kein Grund, vorsichtiger zu putzen, sondern ein Warnsignal. Meist steckt eine Zahnfleischentzündung dahinter.

Wie entsteht eine Zahnfleischentzündung?

Sie entsteht durch bakteriellen Belag (Plaque) am Zahnfleischrand. Wird er nicht gründlich entfernt, reagiert das Zahnfleisch mit einer Entzündung. Besonders die Zahnzwischenräume sind betroffen.

Woran erkenne ich sie?

Typische Zeichen sind gerötetes, geschwollenes Zahnfleisch, das beim Putzen oder bei der Zwischenraumreinigung blutet. Auch Mundgeruch kann ein Hinweis sein. Schmerzen fehlen oft, was die Entzündung tückisch macht.

Wie wird sie behandelt?

In vielen Fällen bildet sich eine Gingivitis durch konsequente, gründliche Mundhygiene innerhalb weniger Tage bis Wochen zurück. Eine professionelle Zahnreinigung entfernt hartnäckige Beläge und Zahnstein. Wichtig ist die tägliche Reinigung der Zwischenräume.

Warum sollte man sie ernst nehmen?

Bleibt die Entzündung unbehandelt, kann sie auf den Zahnhalteapparat übergreifen und zu einer Parodontitis werden. Diese kann zu Zahnfleischrückgang und im schlimmsten Fall zu Zahnverlust führen. Früh handeln lohnt sich also.

Häufige Fragen

Soll ich bei blutendem Zahnfleisch sanfter putzen?
Nein, meist ist die Blutung Folge zu wenig Reinigung. Gründliche, aber nicht grobe Pflege inklusive Zwischenräume lässt die Entzündung abklingen. Hält sie an, zum Zahnarzt.
Was ist der Unterschied zur Parodontitis?
Die Gingivitis betrifft nur das Zahnfleisch und ist umkehrbar. Die Parodontitis betrifft den Zahnhalteapparat und kann Knochen und Halt der Zähne dauerhaft schädigen.

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