Kinder & Familie
Kieferorthopädie bei Kindern: KIG, Kosten und Ablauf
Bei Kindern ist die Kieferorthopädie in vielen Fällen eine Kassenleistung. Damit Eltern gut planen können, lohnt ein Blick auf Zeitpunkt, Einstufung und Ablauf.
Ab welchem Alter zum Kieferorthopäden?
Eine erste kieferorthopädische Kontrolle ist ab dem 5. bis 6. Lebensjahr sinnvoll, damit Fehlentwicklungen früh erkannt werden. Die eigentliche Behandlung beginnt meist zwischen dem 9. und 13. Lebensjahr, wenn genug bleibende Zähne durchgebrochen sind. In bestimmten Fällen ist eine Frühbehandlung schon vorher angezeigt.
Wie läuft die KIG-Einstufung ab?
Die Praxis untersucht das Gebiss, fertigt Abdruck oder Scan und Röntgenbilder an und stuft die Fehlstellung in eine der fünf Indikationsgruppen ein. Ab KIG 3 übernimmt die gesetzliche Kasse die Regelversorgung.
Was zahlen Eltern, was die Kasse?
Bei KIG 3 bis 5 traegt die Kasse die Kosten der Regelversorgung. Eltern strecken einen Eigenanteil von 20 Prozent vor, ab dem zweiten Kind 10 Prozent. Dieser Betrag wird nach erfolgreichem Abschluss der Behandlung vollständig erstattet. Zusatzleistungen außerhalb der Regelversorgung sind privat zu zahlen.
Welche Spange bekommt mein Kind?
Bei Kindern kommen häufig lose Spangen zum Einsatz, um das Kieferwachstum zu lenken. Später folgt oft eine feste Spange, um einzelne Zähne präzise zu stellen. Welche Kombination sinnvoll ist, hängt vom Befund ab.