Zahngesundheit

Zahnwurzelbehandlung: Ablauf und Zweck

Aktualisiert: Juli 2026 · 5 Min. Lesezeit

Kurz gesagt: Eine Wurzelbehandlung wird nötig, wenn der Zahnnerv entzündet oder abgestorben ist. Sie entfernt das entzündete Gewebe und kann den Zahn so erhalten.

Die Wurzelbehandlung hat einen schlechten Ruf, ist aber oft die Rettung für einen Zahn, der sonst gezogen werden müsste.

Wann ist eine Wurzelbehandlung nötig?

Sie wird nötig, wenn der Zahnnerv (die Pulpa) durch tiefe Karies, einen Riss oder eine Verletzung entzündet oder abgestorben ist. Anzeichen sind starke oder pochende Schmerzen, Empfindlichkeit oder eine Schwellung.

Wie läuft die Behandlung ab?

Der Zahn wird betäubt, das entzündete oder abgestorbene Gewebe aus den Wurzelkanälen entfernt, die Kanäle gereinigt und desinfiziert und anschließend dicht gefüllt. Danach wird der Zahn mit einer Füllung oder Krone stabilisiert.

Ist die Behandlung schmerzhaft?

Dank moderner Betäubung ist die Behandlung heute meist gut auszuhalten. Die eigentlichen Schmerzen entstehen durch die Entzündung vor der Behandlung, nicht durch sie. Danach kann der Zahn kurze Zeit empfindlich sein.

Warum lohnt es sich, den Zahn zu erhalten?

Ein erhaltener eigener Zahn ist meist besser als Ersatz. Er hält den Platz, trägt zum Kauen bei und vermeidet den Aufwand für Implantat oder Brücke. Deshalb versucht die Zahnmedizin, Zähne wenn möglich zu retten.

Häufige Fragen

Hält ein wurzelbehandelter Zahn lange?
Bei guter Versorgung, oft mit einer Krone, kann ein wurzelbehandelter Zahn viele Jahre halten. Regelmäßige Kontrollen sind wichtig.
Ist der Zahn danach tot?
Der Zahn hat keinen lebenden Nerv mehr, bleibt aber im Kiefer verankert und funktionsfähig. Er kann sich mit der Zeit etwas dunkler verfärben.

Passt dazu