Grundlagen
Kieferorthopädie: Grundlagen für Patienten
Schiefe Zähne oder ein nicht passender Biss sind mehr als eine Frage der Optik. Die Kieferorthopädie sorgt dafür, dass Zähne und Kiefer richtig zusammenpassen, und beugt so Folgeproblemen vor.
Was macht die Kieferorthopädie genau?
Die Kieferorthopädie ist ein Teilgebiet der Zahnmedizin, das sich auf die Stellung von Zähnen und Kiefern spezialisiert. Sie korrigiert Fehlstellungen mit Zahnspangen, Alignern oder herausnehmbaren Geräten. Ziel ist ein funktionierender Biss, der das Kauen erleichtert und die Zähne leichter sauber zu halten macht.
Welche Fehlstellungen werden behandelt?
Behandelt werden unter anderem Engstände, Lücken, ein Überbiss, ein Kreuzbiss oder ein offener Biss. Auch Fehlstellungen des Kiefers selbst gehören dazu. Welche Methode passt, hängt von Art und Schwere der Fehlstellung ab.
- Engstand: zu wenig Platz, Zähne stehen verschachtelt.
- Überbiss und Rückbiss: Ober- und Unterkiefer passen nicht zusammen.
- Kreuzbiss: einzelne Zähne beißen falsch aufeinander.
- Offener Biss: die Frontzähne berühren sich beim Zubeißen nicht.
Warum ist eine Behandlung sinnvoll?
Fehlstellungen erschweren die Reinigung und erhöhen so das Risiko für Karies und Zahnfleischentzündungen. Ein ungünstiger Biss kann außerdem Kiefergelenke und Kaumuskulatur belasten. Eine frühzeitige Korrektur ist im Wachstum oft einfacher als später.
Wann sollte man mit der Behandlung beginnen?
Eine erste Kontrolle ist ab dem 5. bis 6. Lebensjahr sinnvoll. Die eigentliche Behandlung startet meist zwischen dem 9. und 13. Lebensjahr, wenn die bleibenden Zähne da sind. Grundsätzlich lassen sich Zähne aber in jedem Alter bewegen.
Was zahlt die Krankenkasse?
Bei Kindern und Jugendlichen übernimmt die gesetzliche Kasse die Behandlung ab der Einstufung KIG 3. Eltern strecken einen Eigenanteil von 20 Prozent vor, der nach erfolgreichem Abschluss erstattet wird. Erwachsene sind in der Regel Selbstzahler und rechnen je nach Methode mit rund 2.000 bis 7.000 Euro.